Welche Schule für mein Kind?

Die Schullandschaft im Kreis Euskirchen ist vielfältig.

Das ist gut so, denn Sie, liebe Eltern, können die beste Schule für Ihr Kind auswählen.

An der Realschule in Bad Münstereifel legen wir einen großen Wert auf ein zuverlässiges und stabiles Bildungsangebot im Bildungsgang der Realschule. Das Fächerangebot, Lern- und Förderempfehlungen, die Versetzung von Schuljahr zu Schuljahr, breit angelegte zusätzliche  Angebote zur individuellen Förderung zielen darauf ab, den Realschulabschluss oder den Realschulabschluss mit Qualifikation für die gymnasiale Oberstufe zu erreichen.

Die Realschule Bad Münstereifel ist zwar aus Sicht der Grundschüler eine größere Schule, aber mit ca. 550 Schülerinnen und Schüler überschaubar und  persönlich. Hier kennt man sich! Gemeinsame Schulfeste und Projekte, aber auch der persönliche Bezug der Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer zu ihren Schülern stärken die Schulgemeinschaft.

Digitale Entwicklung in Schulen – dies ist auch unser Anliegen. In vielen Fachräumen können bereits Beamer und z.T. interaktive Boards genutzt werden. Es gibt zwei hervorragend ausgestattete Computerräume, den Computerraum I mit 30 Arbeitsplätzen und den Computerraum „light“ mit zehn Arbeitsplätzen. Die Bereitstellung weiterer digitaler Medien für Schülerinnen und Schüler sind in Planung. Das Fach Technik ist für die Themenreihe „Robotik“ bestens ausgestattet. Gezielt werden Medienkompetenzen unter anderem in den Fächern ITG (Informationstechnische Grundbildung) und MIF (Mathe/Informatik) geschult. Unsere Medienscouts sind kürzlich ausgebildet worden und beraten unter der Leitung von Frau Hoffmann andere Schülerinnen und Schüler in der rechtssicheren Nutzung von Internet, Handy & Co.

Der Einsatz digitaler Medien in unserer Schule erfolgt jedoch ganz zielgerichtet:

Wir verzichten ganz bewusst darauf, digitale Tafeln in jedem Unterrichtsraum zu installieren.

Denn die Nutzung von digitalen Tafeln bedeutet auch immer, dass die Schülerinnen und Schüler auf einen Bildschirm schauen (müssen), manchmal mehrere Stunden am Tag. Stattdessen können Computerräume, Medienraum, Beamer & Co. ganz gezielt im Unterricht eingesetzt werden. Auch die Klassen 8 bis 10 werden langfristig mit digitalen Tafeln ausgestattet sein. Allerdings können diese auch im ausgeschalteten Zustand als ganz normale weiße Tafel beschrieben werden.

Was die Realschule von den neuen „Fünfern“ erwartet

Voraussetzung für alle Fächer (Reihenfolge nicht gleich Rangfolge) ist:

  • Bereitschaft zur Leistung
  • Leistungen in Mathematik, Rechtschreibung, mündlicher und schriftlicher Sprachgebrauch, Lesen sowie Sachkunde sollten nicht schlechter als „befriedigend“ sein (ansonsten erwarten wir Offenheit für Förderangebote)
  • Fähigkeit zur Konzentration auf einen Lerngegenstand über einen bestimmten Zeitraum
  • Anweisungen verstehen und umsetzen können
  • Bereitschaft zum Gespräch mit Mitschülerinnen und Mitschülern sowie Lehrerinnen und Lehrer als auch Teamfähigkeit und den Willen dazu
  • lesbare Schrift, übersichtliche Heftführung
  • einigermaßen zügiges Arbeitstempo, insbesondere Schreibgeschwindigkeit
  • selbständige Entnahme und Wiedergabe wesentlicher Inhalte aus unbekannten Texten
  • Organisation und Durchführung von Partner- und Gruppenarbeit
  • Fähigkeit, Fehlerkorrekturen als Hilfe zu akzeptieren
  • pfleglicher Umgang mit Arbeitsmitteln und Mobiliar

Nicht alle diese Fähigkeiten und Fertigkeiten werden perfekt ausgebildet sein, denn dann braucht man kaum noch eine Schule. Aber Sie als Eltern sollten sich die Frage stellen, in welchem Maße diese vorhanden sind.

Wenn die ehrliche Antwort lauten sollte: „Mein Kind kann sich nur für ganz kurze Zeit auf eine Sache konzentrieren, das Abschreiben von der Tafel dauert deutlich länger als bei anderen, ich muss es zuhause immer drängen, die Hausaufgaben zu machen und zu lernen, ich muss andauernd darauf achten, dass die Materialien bereitgestellt sind“, dann sind die Probleme bei uns vorhersehbar. Ein Kind mit schneller Auffassungsgabe, sprachlicher Ausdrucksstärke, Ausdauer und eigenen Interessen wäre auf einer Realschule wahrscheinlich unterfordert. Deshalb möchten wir mit Ihnen auf jeden Fall ein 20 bis 30-minütiges Aufnahme- und Beratungsgespräch führen. Die Termine dazu vereinbaren Sie bitte mit unserem Schulbüro.

Die Erfahrung zeigt, dass die Grundschullehrkräfte in der Regel sehr gut einschätzen können, welche Schulform zu ihrem Kind passt. Daher möchten wir Sie ermutigen, die Hinweise und Empfehlungen der Klassenlehrer/innen anzunehmen. Gut ist, dass bei entsprechend guten Leistungen der Weg zum Abitur oder zu hochqualifizierten Berufsausbildungen auf verschiedenen Wegen möglich ist. Die Realschule bietet hier eine sichere und verlässliche Grundbildung.

Bildungsziele der Realschule

Die Realschule vermittelt eine realistische und zeitnahe Grundbildung.

Sie bereitet die Schülerinnen und Schüler gründlich auf wirtschaftlich-berufliche Aufgaben vor. Bei der Erarbeitung der Lernziele und der Auswahl der Unterrichtsinhalte werden die Anforderungen der Berufs- und Arbeitswelt stets mitbedacht.

Die berufsfeldbezogene, realistische und zeitnahe Grundbildung sowie die Allgemeinbildung befähigen die Absolventen der Realschule, verantwortliche Stellen im kaufmännischen, technischen, musisch-künstlerischen, im Verwaltungs- und im sozialen Bereich zu bekleiden.

Die Schulform Realschule erfährt in allen Bevölkerungskreisen eine breite Anerkennung. Die Übergangsquote von der Grundschule zur Realschule beträgt landesweit zurzeit zwischen 25% und 30% und unsere Übergangsrate zum Gymnasium sowie zum Wirtschaftsgymnasium beläuft sich auf 20 – 25%.

 Die Ausbildungsabschnitte der Realschule

Klassen 5 und 6 (Erprobungsstufe)

Die Klassen 5 und 6 stellen eine pädagogische Einheit ohne Versetzung dar, in der sich die Schülerinnen und Schüler an die neue Schule, das Fachlehrersystem und die neuen Unterrichtsfächer gewöhnen sollen.

Anzahl der Unterrichtsstunden: 30 Wochenstunden

Unterrichtsfächer: Deutsch, Englisch, Mathematik, Biologie, Physik, Religion, Erdkunde, Politik, Musik, Kunst/Textiles Gestalten, Sport und Geschichte (ab Klasse 6), in beiden Jahrgangsstufen Projektunterricht oder Arbeitsgemeinschaften.

Ab Klasse 6 beginnt der Französischunterricht, der für alle Schüler verpflichtend ist.

Nach der Klasse 6 kann das Fach Französisch durch ein anderes Hauptfach ersetzt werden (siehe Differenzierung).

Klasse 7

Neue Unterrichtsfächer:  Chemie

Klassen 7, 8, 9 und 10 (Differenzierung der Realschule)

Anzahl der Unterrichtsstunden: 32 Wochenstunden

Neue Unterrichtsfächer:      Informationstechnische Grundbildung,

Technik und Sozialwissenschaften

Die Differenzierung bietet den Schülerinnen und Schülern Gelegenheit, gemäß ihren persönlichen Neigungen einen Schwerpunkt zu wählen, der ihren Lernbedürfnissen entspricht und somit Lernbereitschaft und Lernfähigkeit zu steigern vermag.

Neigungskurse: 

Fremdsprachlicher Neigungskurs:                (Hauptfach: Französisch)

Sozialwissenschaftlicher Neigungskurs:       (Hauptfach: Sozialwissenschaften)

  1. Naturwissenschaftlicher Neigungskurs: (Hauptfach: Biologie)
  2. Naturwissenschaftlicher Neigungskurs: (Hauptfach: Technik)

Berufswahlvorbereitung und Schullaufbahnberatung

In den Klassen 8 und 9 liegt der Schwerpunkt in der Berufswahlvorbereitung. Die Schülerinnen und Schüler erhalten intensiven Einblick in die Wirtschafts- und Arbeitswelt.

Nach einer Vorbereitungsphase mit Betriebsbesichtigungen, einem Besuch des Arbeitsamtes und einiger themenbezogener Projekttage arbeiten die Schülerinnen und Schüler drei Wochen als Praktikanten in den von ihnen ausgewählten Betrieben.

In der Klasse 10 werden die weiterführenden Schulen (Höhere Handelsschule, weitere Fachoberschulen, Berufsfachschulen und Gymnasien) vorgestellt, damit unsere Schülerinnen und Schüler auch über die Möglichkeiten der schulischen Weiterbildung informiert werden.

Alle zwei Jahre halten wir einen Berufswahlabend ab. Fachleute aus Handwerk, Handel, Büros, sozialen Berufen, Berufskollegs und Gymnasien stellen ihre Berufe bzw. Schulen vor.

Frau Wingenfeld von der ARGE bietet regelmäßig Berufsberatung im Berufsorientierungsbüro an.

Realschulabschluss und berufliche Möglichkeiten

Mit erfolgreichem Abschluss der 10. Klasse der Realschule erhalten die Schülerinnen und Schüler die Fachoberschulreife, die u.a. zu folgenden Bildungsgängen berechtigt:

  • Eintritt in einen qualifizierten Lehrberuf, der in Verbindung mit fachspezifischer Fortbildung beruflichen Aufstieg ermöglicht,
  • Eintritt in die mittlere Beamtenlaufbahn, in verantwortungsvolle erzieherische und soziale Berufe,
  • Besuch eines Berufskollegs:
    • Besuch der Fachoberschule
    • Besuch der Höheren Handelsschule als eine Voraussetzung für den Eintritt in die gehobenen Berufe von Verwaltung, Gewerbe und Industrie.

Leistungsstarke Schülerinnen und Schüler (erfahrungsgemäß bis 60 %) erhalten die

Fachoberschulreife mit Qualifikationsvermerk, die zum Besuch der gymnasialen Oberstufe eines allgemeinbildenden Gymnasiums oder eines Wirtschaftsgymnasiums berechtigt und als Ziel die allgemeine Hochschulreife (Abitur) hat.

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